Polar Blut – Tödliches Leuchten

Polar Blut – Tödliches Leuchten

Polar Blut – Tödliches Leuchten, Tuva Brø
Polar Blut – Tödliches Leuchten, Tuva Brø
Gmeiner  ISBN 978-3-8392-8004-1
336 Seiten, Klappenbroschur, € 18,00

INHALT
In der eisigen Dunkelheit von Tromsø erschüttert ein brutaler Mord die verschneite Idylle. Der erfolgreiche Tourismusunternehmer Glen Solberg wird vor seinem Haus tot aufgefunden, mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe hingerichtet. Noch bevor Anta Thorsen und Hans Vigeland von der Polizei Tromsø Antworten finden können, geschieht ein zweiter Mord. Tief im Schnee, in einer abgelegenen Hütte, wird ein Mann in einen Hinterhalt gelockt und erstochen – ausgerechnet in einer Nacht, in der die Nordlichter besonders hell über den Himmel tanzen.

Zwei Tote. Zwei Tatorte. Und es gibt nur stumme Zeugen: die Polarlichter.

REZENSION
Obwohl der erste Tote nicht lange auf sich warten lässt, kommt die Story nur schwerfällig in Gang. Eine gute Gelegenheit, die unterschiedlichen Charaktere der Hautprotagonisten kennenzulernen, bevor langsam Schwung in die Sache kommt. Aber auch nach dem zweiten Mord, stehen die beiden Ermittler Anta Thorsen und Hans Vigeland vor einem Rätsel. Nichts will so richtig zusammenpassen und sämtliche Theorien, zu einem Tatmotiv und möglichen Mörder, ergeben keinen logischen Sinn. Während die Ermittlungsarbeiten vor sich hindümpeln, lässt die Natur sich nicht lumpen und überbrückt die Wartezeit mit beeindruckenden Polarlichtern. Doch leider bleibt viel zu wenig Zeit das Naturschauspiel zu genießen, denn plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und Anta und Hans müssen schwer aufpassen, dass sie nicht an der Nase herumgeführt werden.

FAZIT
Ein atmosphärischer Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die mit interessanten Protagonisten und einem ungewöhnlichen Plot, neugierig auf die Fortsetzung macht.

Das Krähenzimmer

Das Krähenzimmer

Das Krähenzimmer, Carolin Frey

BUCHINFO
Das Krähenzimmer, Carolin Frey
Rowohlt Polaris  ISBN 978-3-499-01881-7
432 Seiten, Klappenbroschur, € 18,00

INHALT
Es sollte der sicherste Ort der Welt sein. Das gemütliche Reetdachhaus hinter den Dünen, wo Lotta die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbrachte. Sie weiß genau, wo der Schlüssel liegt, wie die Krähen im Garten klingen. Hier will sie sich verstecken, hier wird sie niemand finden.
Doch anders als früher, als der Strand voller Touristen und alles bunt und lebendig war, scheint das Örtchen am Meer jetzt verwaist. Und auch im Haus ist etwas anders als früher. Lotta hat immer öfter das Gefühl, nicht allein zu sein. Jemand beobachtet sie. Jemand folgt ihr, wenn sie draußen ist. Jemand ist bei ihr, wenn sie schläft.
Lotta beginnt, an ihrem Verstand zu zweifeln. Was ist mit diesem Haus, das sie so gut kannte? Warum sind die Menschen so abweisend?
Als sie anfängt, Fragen zu stellen, setzt sich ein düsteres Bild zusammen. Das Haus in den Dünen scheint eine Geschichte zu haben, die es tief in sich bewahrt. Eine Wahrheit, verborgen in einem Tagebuch.
Dann erfährt Lotta von der jungen Frau, die vor ihr hier war. Die auch in diesem Haus wohnte. Die vor ihr hier gestorben ist …

REZENSION
Lotta, die ein weit in ihre Jugend zurückliegendes Trauma mit sich herumschleppt, beschließt an den Ort zurückzukehren an dem alles begann. Obwohl in Lotta viele schöne Erinnerungen an unbeschwerte Ferientage hochkommen, verspürt sie ein unterschwelliges Unbehagen, das ihr zunehmend die Luft zum atmen nimmt. Während sie noch versucht herauszubekommen wem sie sich anvertrauen kann, spitzt sich ihre aussichtslose Lage bis ans Unerträgliche zu. In der Hoffnung ihrem Bauchgefühl trauen zu können, trifft sie eine Entscheidung. Schon kurz darauf beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen und Lotta glaubt vom Regen in die Traufe gekommen zu sein. In der Hoffnung, dass sich das Blatt doch noch zu ihren Gunsten wenden wird, beschließt sie erst einmal abzuwarten.

FAZIT
Ein Plot, der nur schwerfällig in die Gänge kommt und sich bis zum dramatischen Showdown zu lange hinzieht, um echte Spannung aufkommen zu lassen.

Ohne Betäubung

Ohne Betäubung

Ohne Betäubung,  Manfred Bomm
BUCHINFO
Ohne Betäubung,  Manfred Bomm
Gmeiner  ISBN 978-3-8392-8107-9
552 Seiten, Klappenbroschur, € 17,00

INHALT
Ein verhasster Routinebesuch beim Zahnarzt endet für den pensionierten Kommissar August Häberle im blanken Chaos, als ein Pharmavertreter in der Praxis nach einer Tasse Kaffee tot zusammenbricht. Während alle Anwesenden den Zahnarzt verdächtigen, den eine enge Freundschaft mit dem Toten verband, die zuletzt an dunklen Machenschaften zerbrochen ist, wittert Häberle – trotz frisch gezogenem Zahn und abklingender Betäubung – eine ganz andere Fährte, deren Verfolgung sich als gefährlicher entpuppt als gedacht …

REZENSION
Wenn einem pensionierten Kriminalbeamten eine Leiche auf dem Silbertablett serviert wird, ist es kein Wunder, dass dieser sofort einen Mordanschlag vermutet. Dass er mit seinem Verdacht zunächst alleine dasteht, hält ihn nicht davon ab, umgehend mit den Ermittlungen zu beginnen. Als kurz darauf seine ehemaligen Kollegen am Tatort eintreffen, verfallen alle wieder in ihr altes Rollenverhalten. Obwohl sie von echter Zusammenarbeit weit entfernt sind, nehmen die Ermittlungen langsam an Fahrt auf. Als es ihnen trotz der eindeutigen Indizienlage nicht gelingt ein Mordmotiv zu erkennen, wächst die Angst den Fall ungelöst zu den Akten legen zu müssen. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch und so kommt am Ende eins zum anderen, so dass einer erfolgreichen Verhaftung nichts mehr im Weg steht.

FAZIT
Ein mit nervigen und überzogenen Protagonisten besetzter Krimi, der dem Leser erhebliches Durchhaltevermögen abverlangt.