Das Schweigen der Insel

Das Schweigen der Insel

Vega Varg - Das Schweigen der Insel, Åsa Hellberg

BUCHINFO
Vega Varg – Das Schweigen der Insel, Åsa Hellberg
Heyne  ISBN 978-3-453-44394-5
400 Seiten, Klappenbroschur, € 17,00

INHALT
Auf der Insel Südkoster an der schwedischen Westküste, unweit der Grenze zu Norwegen, erschüttert ein Mord die Idylle. Die erfahrene Ermittlerin Vega Varg ist als Erste vor Ort. Den toten jungen Mann kennt sie schon, seitdem er ein kleiner Junge war. Zusammen mit ihren beiden Söhnen, die ebenfalls bei der Polizei arbeiten, sucht Vega nach Hinweisen zum Täter. Dann nimmt der Fall eine unerwartete Wendung: Eine norwegische Zeugin verschwindet spurlos. Jetzt kann nur noch Vegas bester Freund und Kollege aus Oslo helfen. Leopold Posse leitet eine Spezialeinheit für Kriminalfälle im Grenzgebiet von Schweden und Norwegen. Gemeinsam können sie den Kreis der Verdächtigen eingrenzen. Doch vieles erinnert Vega an einen Mord aus dem Jahr 1998. Das Opfer damals: ihr eigener Ehemann.

REZENSION
Als die Ermittlerin Vega Varg erkennt, dass es sich bei dem Toten um einen alten Freund ihrer Familie handelt, gerät sie in einen höchst emotionalen Gewissenskonflikt. Alte Erinnerungen versuchen sich Bahn zu brechen und setzen ein Gedankenkarussell in Gang, das in krassem Gegensatz zur Realität zu stehen scheint. Obwohl es ihr schwerfällt ihre privaten Gefühle zu ignorieren, gelingt es ihr sich unvoreingenommen auf den Fall einzulassen. Doch dann gibt es einen weiteren Mord, der alle Theorien infrage stellt. Hin- und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und der Suche nach der Wahrheit, beschließt sie ihr Ding durchzuziehen.

FAZIT
Ein ungewöhnlicher Kriminalfall, mit einer interessanten Kommissarin, der als gelungener Auftakt zu einer neuen Serie neugierig auf ihre weitere Entwicklung macht.

Waidlerblues

Waidlerblues

Waidlerblues, Oliver Kern

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Waidlerblues, Oliver Kern
Gmeiner  ISBN 978-3-8392-8067-6
304 Seiten, Klappenbroschur, € 17,00 

INHALT
Kommissar Max Kandlbinder hatte sich seinen Frühruhestand im Bayerischen Wald anders vorgestellt. Statt Ruhe und Natur trifft der hypochondrische Münchner auf die quirlige Veronika Obermaier, die sich auf seinem geerbten Hof breitgemacht hat. Als dann auch noch auf dem Hausberg die Leiche des Brauereibesitzers gefunden wird, brodelt es im Dorf. Der Bürgermeister fürchtet um das Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr und drängt Kandlbinder, sich der Sache anzunehmen. Widerwillig lässt er sich dabei von der Obermaierin helfen. Das ungleiche Ermittlerduo muss sich rasch zusammenraufen, bevor ein weiteres Unglück geschieht.

REZENSION
So hat sich Max Kandlbinder seinen wohlverdienten Vorruhestand nicht vorgestellt. Auch wenn er nicht ganz freiwillig in seinen Geburtsort zurückgekehrt ist – mit einer unbequemen Untermieterin am geerbten Hof und einem Bürgermeister der ihn dazu nötigt sich auf gefährliches Glatteis zu begeben, konnte er beim besten Willen nicht rechnen. Anstatt sich beim anstehenden Jubiläumsfest der FFW die ein oder andere Mass zu gönnen, ist er unverhofft zum Leichenbewahrer geworden. Derart vergewaltigt, versucht er alles um aus der Nummer wieder rauszukommen. Stattdessen reitet er sich allerdings immer tiefer rein, so dass ihm letztendlich nichts anderes übrig bleibt, wenigsten noch zu retten, was zu retten ist.

FAZIT
Ein beinahe schon tiefsinniges, mit einer unverkennbaren Tendenz zum Trotz, höchst amüsantes Krimidebut.

Die Tiefe: Verloren

Die Tiefe: Verloren

Die Tiefe: Verloren, Karen Sander

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Die Tiefe: Verloren, Karen Sander
rororo  ISBN 978-3-499-01612-7
352 Seiten, Klappenbroschur, € 14,00

INHALT
Sieben Morde gehen bereits auf das Konto des unbekannten Serientäters. Die Soko um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger sucht fieberhaft nach dem Täter, aber es gibt keine heiße Spur.
Parallel versucht Mascha herauszufinden, wer die unbekannte Frau ist, die sie seit Wochen stalkt und mindestens einmal in ihre Wohnung eingedrungen ist.
Als ein achtes Opfer gefunden wird und erneut ein verschlüsselter Brief auftaucht, begreifen Mascha und Tom endlich, was es mit dem Rachefeldzug auf sich hat. Und Mascha hat auch einen Verdacht, wer hinter den Taten stecken könnte. Die Zeit drängt, denn wenn sie richtigliegt, wird es weitere Opfer geben.
Allerdings ahnt Mascha nicht, dass sie ebenfalls auf der Liste des Mörders steht. Als sie endlich die volle Wahrheit begreift, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.

REZENSION
Obwohl Tom Engelhardt und Mascha Krieger nichts unversucht lassen um dem mysteriösen Serientäter endlich das Handwerk zu legen, scheinen sie mit ihren Ermittlungen keinen Schritt weiter zu kommen. Doch kurz nachdem es ein weiteres Opfer gegeben hat wendet sich endlich das Blatt. Angetrieben durch den Angriff auf die eigene Sicherheit beschließen Tom und Mascha alles auf eine Karte zu setzen. Im Bewusstsein, dass sie riskieren alles zu verlieren was ihnen lieb ist, beschließen sie den Täter aus der Reserve zu locken. Auch wenn sie dazu ein hohes Risiko eingehen müssen, glauben sie den Fall anders nicht lösen zu können. Doch der Preis dafür ist hoch und zwingt sie dazu weit über ihre Grenzen hinauszugehen.

FAZIT
Ein spannendes und wendungsreiches Ende einer mörderischen Trilogie, deren angekündigte Fortsetzung hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.