Hildur – Das Tal der Schuld

Hildur – Das Tal der Schuld

Hildur – Das Tal der Schuld, Satu Rämö

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Hildur – Das Tal der Schuld, Satu Rämö
Heyne ISBN 978-3-453-44412-6
432 Seiten, Klappenbroschur, € 17,00

INHALT
Kriminalbeamtin Hildur Rúnarsdóttir unterstützt die Bauern in den Westfjorden beim alljährlichen Schafabtrieb in den Bergen. Dabei stoßen sie in einem einsamen Tal auf eine tote Frau. Es handelt sich um eine Deutsche, die für eine Hotelkette aus Reykjavík arbeitete. Was zunächst nach einem Wanderunfall aussieht, entpuppt sich als Mord. Tante Tinna fällt eine Parallele zu Hildurs allererstem Mordfall vor 25 Jahren auf. Hat derselbe Täter nun erneut zugeschlagen? Während Hildur versucht, die Spuren aus der Vergangenheit mit denen aus der Gegenwart zu verbinden, sucht auch Tinna nach Antworten. Sie will wissen, was aus ihrer Schwester Hulda wurde, die Anfang der Siebziger aus Island verschwand.

REZENSION
Auch in ihrem neuen Fall wird Hildur, wie bereits in allen Fällen davor, von der eigenen Vergangenheit eingeholt. Obwohl sie mit Jakob einen verlässlichen Kollegen an ihrer Seite weiß, fällt es ihr schwer sich ihm restlos anzuvertrauen. Zu schmerzhaft holt sie ihr altes Trauma, vollkommen unerwartet ein. Aber Jakob, der ihre Unsicherheit spürt, ist geduldig und bereit abzuwarten. Ganz anders als Tinna, Hildurs Tante, die sofort erkennt wie es um ihre Nichte steht und sie direkt darauf anspricht. Um sich abzulenken, stürzt Hildur sich mit Feuereifer in die Ermittlungen. Doch viel zu schnell kommt der Punkt, an dem sie sich entscheiden muss und so entwickelt sie eine Theorie, von der sie überzeugt ist, damit auch ihre eigenen Dämonen endlich in den Griff zu kriegen. Obwohl ihre Rechnung nicht aufgeht, gelingt es ihr, nicht nur den Fall zu lösen sondern auch ihren Seelenfrieden zu finden.

FAZIT
Eine bewegende Reise in Islands Vergangenheit, die mit viel Lokalkolorit für spannende Lesestunden sorgt.

Fundament des Schweigens

Fundament des Schweigens

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Fundament des Schweigens, Susanne & Beat Sandhofer
Neptun Verlag  ISBN 978-3-85820-431-8
280 Seiten, Klappenbroschur, € 24,90

INHALT
Der Tag beginnt schlecht für Patrick Fischer. Noch bevor der erfahrene Kommissar der Kantonspolizei Zürich seinen ersten, lebenswichtigen Kaffee trinken kann, schrillt sein Telefon. Eine Frauenleiche im Zürichsee. Besonderheit: Eine Harpune in der Brust. Wenig später steht Fischer am Ufer des grauen Sees. Nebel liegt über dem Wasser, Boote schaukeln träge im Morgenwind. Das Opfer: Dorothea Schneider. Leiterin des kantonalen Bauamts. Politisch bestens vernetzt. Durchsetzungsstark. Umstritten. Und offenbar gehasst. Schon die ersten Recherchen zeigen: Dorothea Schneider stand im Zentrum mehrerer milliardenschwerer Bauprojekte. Verdichtetes Bauen, Luxusüberbauungen, umstrittene Umzonungen. Gewinner: Investoren, Parteifreunde, internationale Fonds. Verlierer: Anwohner, kleine Unternehmen – und politische Rivalen. Während Misstrauen selbst innerhalb der Baubehörde keimt und alte Loyalitäten bröckeln, muss Team Fischer entscheiden, wem sie trauen können. Ein falscher Schritt – und sie stehen allein gegen ein System, das sich selbst schützt.
Der See schweigt. Die Akten lügen. Und die Wahrheit hat einen hohen Preis.

REZENSION
Durch einen bizarren Mordfall, der viele Fragen aufwirft, die weit über die sonst üblichen Mordermittlungen hinausgehen, wird ein Prozess in Gang gesetzt, der das gesamte System infrage stellt. Noch während Kommissar Patrick Fischer und sein Team versuchen die Spreu vom Weizen zu trennen, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Nur langsam gelingt es ihnen die einzelnen Puzzleteile zu einem schlüssigen Ganzen zusammenzufügen. Doch so ganz will alles nicht zusammen passen und so stehen sie beinahe wieder ganz am Anfang. Das der Fall letztendlich doch noch zufriedenstellend gelöst werden kann ist allerdings maßgeblich der jungen Kollegin Nadja zu verdanken, der man besser von Anfang an mehr Gehör geschenkt hätte.

FAZIT
Eine etwas langwierige Story, die zwar nicht überzeugt aber trotzdem neugierig auf die Weiterentwicklung des Ermittlerteams macht.

Der Tote von Lagerhaus F

Der Tote von Lagerhaus F

Der Tote von Lagerhaus F,  Kästner & Kästner

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Der Tote von Lagerhaus F,  Kästner & Kästner
Knaur  ISBN 978-3-426-56872-9
432 Seiten, Klappenbroschur, € 12,99

INHALT
Nur wenige hundert Meter trennen Hamburgs Luxus-Liegeplätze vom verfallenen Lagerhaus F am Moldauhafen. Während der Hafengeburtstag hunderttausende Besucher anlockt, taucht in einem Oldtimer eine Leiche auf. DNA-Spuren verbinden den Toten mit dem ungelösten Cold Case einer erschlagenen Studentin.
Wasserschutzpolizist Tom Bendixen und LKA-Ermittlerin Jonna Jacobi geraten bei ihren Ermittlungen in ein tödliches Netz aus Schweigen und Familiengeheimnissen.

REZENSION
Als ob das Hamburger Hafenfest nicht für genug Arbeit sorgen würde, steht nach einem merkwürdigen Leichenfund schnell fest, dass es eine Verbindung zu einem alten Cold Case gibt, den Tom Bendixen und Jonna Jacobi zusätzlich aufklären müssen. Obwohl für die Vorbereitungen zum Hafengeburtstag eigentlich keiner des Teams abkömmlich ist, bleibt ihnen nichts anderes übrig als durch erhöhten Einsatz weitere Ressourcen zu schaffen. Trotz der daraus resultierenden Hektik gelingt es ihnen dennoch kühlen Kopf zu bewahren und an die alte, mittlerweile eingespielte, Zusammenarbeit anzuknüpfen. Aber die vielen überraschenden Wendungen die der Fall nimmt, stellen sie erneut auf eine harte Probe und erschweren die Ermittlungen zusätzlich. Und dann überstürzen sich die Ereignisse. In der Annahme den Täter zu kennen ziehen sie einen fatalen Trugschluss …

FAZIT
Ein wendungsreicher Hafenkrimi mit interessantem Lokalkolorit, der süchtig macht.