Eisfeld – Fleisch und Blut

Eisfeld – Fleisch und Blut

Eisfeld – Fleisch und Blut, Steffen Weinert

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Eisfeld – Fleisch und Blut, Steffen Weinert
Knaur  ISBN 978-3-426-56579-7
288 Seiten, Taschenbuch, € 13,99 

INHALT
In Berlin stimmt man sich auf Weihnachten ein, als Mara Eisfeld zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird: Magnus Haub, Sohn der einflussreichen Fleischerei-Unternehmerin Heidemarie Haub, liegt tot in seinem luxuriösen Penthouse. Dem fortgeschrittenen Verwesungszustand nach zu urteilen, seit Tagen unentdeckt.

Erste Spuren führen zu der Tierschutz-Aktivistin Lena von Bülow, die mit spektakulären Aktionen gegen den Haub-Konzern Schlagzeilen machte. Doch auch innerhalb der Unternehmerfamilie brodelt es seit Langem. Geheimnisse, Intrigen und eine Mauer des Schweigens erschweren die Ermittlungen. Lena könnte Antworten liefern – doch sie ist spurlos verschwunden …

REZENSION
Während sich Berlin auf Weihnachten einstimmt, muss die Kommissarin Mara Eisfeld in einem äußerst ungewöhnlichen Mordfall ermitteln. Nicht nur, dass die Familie des Toten alles daran setzt den Fall unter den Tisch zu kehren, auch die Tatsache, dass keiner von ihnen so rechtes Interesse daran zu haben scheint den Fall überhaupt aufzuklären, setzten Mara schwer zu. Obwohl sie sich damit auf gefährliches Terrain begibt, scheut sie nicht davor die Familie durch hartnäckiges Hinterfragen aus der Reserve zu locken. Doch alle ihre Theorien fallen nach und nach in sich zusammen. Zu spät begreift sie, dass das, was sie geahnt, aber nie für möglich gehalten hat, bittere Wahrheit ist.

FAZIT
Eine Familientragödie, die vollkommen überzogen und unglaubwürdig wirkt und damit dem Tabuthema Missbrauch keine nachhaltige Stimme verleiht.

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl, Fabio Nola

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Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl, Fabio Nola
dtv  ISBN 978-3-423-22122-1
480 Seiten, Klappenbroschur, € 13,00

INHALT
Neapel in der Osterwoche. Während sich unzählige Prozessionen durch jedes noch so kleine Gässchen schlängeln und die Neapolitaner sich in den Fischrestaurants um die letzte Portion Muschelsuppe streiten, verbringt Commissario Gaetano zusammen mit seinem Bruder Aniello und seiner Nichte Carla die Feiertage auf der Tenuta seines Vaters im kampanischen Hinterland – bis an Karfreitag Gaetanos neue Kollegin Beppa Bellucci anruft: Im Hafenbecken wurde ein toter Mann angeschwemmt. Notgedrungen unterbricht Gaetano seine Auszeit, um der Fischerstochter in ihrem ersten Fall beizustehen. Die Ermittlungen führen Gaetano und sein Team vom edlen Quartiere Chiaia über die pittoresken Hänge des hochpreisigen Vomero bis in den trubeligen Fischerhafen Mergellina, wo Tradition und Moderne um die Vorherrschaft kämpfen.

REZENSION
Ein Mord, ausgerechnet zu Ostern, wenn sich in Neapel alles nur um die damit unausweichlichen Feierlichkeiten dreht, entwickelt sich zu einem Katz- und Mausspiel, das einen gewaltigen Stein ins Rollen bringt. Während die junge Kommissarin Beppa um ihre erste Leiche kämpft, versucht ihr Vorgesetzter Commissario Gaetano vergeblich seine wohlverdienten Feiertage zu retten. Dass ihm dies nur teilweise gelingt, liegt allerdings an ihm selbst, da er nur zögerlich dazu bereit ist seiner Kollegin freie Hand zu lassen. Aber Beppa weiß sich durchzusetzen, so dass Gaetano sich sukzessive darauf beschränkt im Hintergrund zu agieren. Doch dieser Zustand währt nicht lange und es kommt zu einer dramatischen Mörderjagd, die so manches ans Tageslicht bringt.

FAZIT
Ein unterhaltsamer Neapelkrimi, der von seinen eigenwilligen Protagonisten lebt, die immer für eine Überraschung gut sind.

Klein aber tot

Klein aber tot

Klein aber tot, Jo Fischler

BUCHINFO
Klein aber tot, Jo Fischler
rororo  ISBN 978-3-499-01953-1
304 Seiten, Taschenbuch, € 14,00

INHALT
Willkommen in Knuffingen, der malerischen Miniaturwelt zwischen Harz und Alpen – ein Ort, der vor allem eines ist: überschaubar. Und friedlich. Zumal die Knuffinger gar nicht ahnen, dass sie Teil eines berühmten Miniaturuniversums sind … Doch die Idylle trügt, denn plötzlich steht Kommissar Jojo Wunder vor einem Riesenproblem. Friedrich Frank, Journalist und berüchtigter Schmähkritiker, wird ermordet aufgefunden. Der Tote hatte mehr Feinde als Freunde, was den Fall nicht leichter macht. Und ausgerechnet die Menschen, die Jojo am nächsten stehen, geraten unter Verdacht: seine heimliche Liebe, die undurchschaubare Blumenhändlerin Liora Märklin – und seine eigene Mutti, deren Restaurant Frank zuvor vernichtend verrissen hat. Als Jojo sie verhaften soll, ist für ihn endgültig Schluss mit lustig.

REZENSION
Es würde nahezu an ein Wunder grenzen, wenn die Miniaturwelt von Knuffingen von den Widrigkeiten des realen Lebens verschont bliebe. Trotzdem ist Kommissar Jojo Wunder alles andere als begeistert, als er sich plötzlich mit einem Mordfall konfrontiert sieht. Und so dauert es entsprechend lange, bis er beginnt sich der Sache ernsthaft anzunehmen – und das auch erst als seine eigene Komfortzone in bedenkliche Schieflage geraten ist. Vor allem aber, weil nicht sein kann, was nicht sein darf und doch Fakt zu sein scheint. Aber es ist noch nicht aller Tage Abend und wenn Jojo auch nicht an Wunder glaubt, wäre er der letzte, der bereit ist aufzugeben bevor der Fall aufgeklärt und alle Missverständnisse ausgeräumt sind.

FAZIT
Eine kurzweilige Story, die der Miniatur Wunderlandwelt Hamburg eine Prise realen Lebens einhaucht.